Anekdoten

Schützenfest 1947
 Der Besucherandrang beim ersten Schützenfest nach dem Kriege war besonders groß, wie 585 verkaufte Eintrittskartenbeweisen. Trotzdem wurden nur 10 hl von dem sogenannten "Fliegerbier" [mit sehr geringem Alkoholgehalt] umgesetzt. Als eigentlicher Stimmungsmacher wirkte vielmehr der selbstgebrannte Schnaps Marke "Balkenbrand", der teilweise in Milchkannen mit innenliegender Schlangenkühlung unter den Tischen stand. Das Bier auf den Tischen hatte mehr oder weniger nur eine Alibifunktion.

 

Vogelschießen 1949
 Der Vogelbauer Josef Stemmer sen. hatte den Vogel auf Anraten des Auftraggebers so gebaut, dass mit großer Wahrscheinlichkeit jemand unverhofft Schützenkönig werden würde. Er hatte den Vogel zuvor in Stücke gesägt und dann wieder mit dünnen Stiften zusammengeheftet. Als nun Paul Körner unbeabsichtigt der "Glückliche" war, half ihm auch die wiederholte Bitte des Hauptmanns in seiner Eigenschaft als Vater: "Settet ne doch wier drop!" nicht. Paul Körner musste vielmehr die Königswürde tragen.

 

"richtiges" Bier
  Als beim Schützenfest 1950 erstmals wieder "richtiges" Bier zum Ausschank kam hatten auch der Schützenhauptmann Franz Körner (Franken) und sein Vorgänger, Ehrenmajor Kaspar Lörwald sen., Montagmorgen beim Vogelabwerfen manches Glas getrunken und dabei offensichtlich ihre Trinkfestigkeit überschätzt. Die Reaktion der beiden viel jedoch sehr unterschiedlich aus.
Als der Hauptmann nach hause kam, ging er zur Seite um sich zu übergeben. Das hatten einige Hühner bemerkt und kamen hastig herbeigelaufen, um sich an dem gütlich zu tun, was den Hauptmann belastet hatte. Der winkte ab und sagte: "Läoupet ment langsam, et kümmet nau mehr!"

Der Ehrenmajor, zuhause angekommen, wollte dagegen seinen Rausch ausschlafen. Als er wieder erwachte, mußte er für ihn Unfaßbares feststellen: Er hatte den Festzug verschlafen. Er irrte durch das Haus und rief immer wieder: "Ik hange mik op, ik hange mik op". Daraufhin lief seine Schwiegertochter Anneliese in den Stall, holte einen Strick und hielt in ihrem Schwiegervater entgegen mit der Bemerkung in unverkennbarem Silbacher Platt: " Hey häw ey en Sail, nauu konn ey uck ophangen!" Da stellte sich jedoch zum Glück heraus, daß Kaspar Lörwald seine Drohung wohl doch nicht so ernst gemeint hatte.
 
Kartoffelbraten 1985
 Als man im Rahmen des Kartoffelbratens am 01.09.1985 Frühschoppen halten wollte, mußte man mit Entsetzen feststellen, daß noch keine Getränke vorhanden waren.
Der Geck
 Als Ewald Peters Schützenfestmontag 1927 den "Geck" abgeschossen hatte, schickte seine Frau ein Telegramm mit folgendem Inhalt zu ihrer Mutter nach Heinrichsdorf: "SOFORT KOMMEN -STOP- EWALD IST GECK GEWORDEN"

Das Tanzbein
 Im Jahre 1925 wurde von einigen Mitgliedern bezüglich des Schützenfestes beanstandet, daß die Jugendlichen (sog. Dreijährige) immer tanzten. Darauf wurde der Vorstand ermächtigt, scharf darauf zu achten, daß solches unterbleibe. Es wurde gestattet, daß  Dreijährige beim Kindertanz tanzten.
(Bei den sogenannten Dreijährigen handelt es sich um Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren. Erst mit 18 Jahren durfte getanzt werden.)
 
Theaterspiel
 Zur Steigerung der Attraktivität hatte man überlegt, das Theaterspielen mit einem "Ball" zu verbinden. Darauf Johannes Weller: "Entweder schier Ball oder schier Theater"
Schützenfest 1992
 Als in der Nacht zum Dienstag das neue Königspaar nach Hause gebracht werden sollte, waren neben dem Hauptmann fünf weitere Vorstandsmitglieder nicht mehr ganz auf der Höhe des Geschehens. Ehe sie ihre Uniformjacken gefunden und angezogen hatte, war der Zug schon abmarschiert. Die Musikkapelle konnte nicht noch länger warten, weil der Bus für die Heimfahrt schon bereitstand. Als die Nachzügler merkten, daß sie den Anschluß auch durch einen Sprint nicht mehr erreichen konnten, zogen sie es vor, statt des Königspaares lieber die Schützenhalle zu "bewachen".

Veranstaltungskalender Brunskappel 2018
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